Ausstellung

Die Ausstellung setzte sich mit unterschiedlichen Aspekten der zeitgenössischen syrischen Kunst auseinander. Die von uns ausgestellten Künstler bewerteten die derzeitige politische Situation unterschiedlich und spiegelten damit die kontroversen Ansichten im Land wieder.

Malerei – Die Gemälde von Ali Kaaf, Zavien Youssef, Yaser Safi und Ahmed Ramadan stehen neben der innovativen Erprobung neuer Genres und Ideen in einer Tradition des bildnerischen Schaffens, die einerseits auf lokale Bildsprache und Themen zurückgreift, aber in der Auseinandersetzung mit der Kunstentwicklung in Europa schon frühzeitig eine eigenständige Moderne entwickelte.

Photographie – Die gezeigten Photographien von Jaber Al-Azmeh, Mohammad Al-Roumi, Ziad Homsi wie auch der Lens Young Homsi arbeiteten die Thematik sowohl dokumentarisch, als auch künstlerisch auf.

Neue visuelle Medien – Welch bedeutenden Einfluss dem Internet für den Ausbruch des ‚Arabischen Frühlings‘ zugesprochen wird, spiegelt sich in dem fast synonym gebrauchten Namen ‚facebook-Revolution‘ wieder. Wir wollten diesen Aspekt inhaltlich wie auch technisch aufgreifen und dazu benutzen, Möglichkeiten aufzuzeigen und Grenzen zu überwinden. Dabei arbeiteten wir mit der facebook-Gruppe ‚Syrian people know their way‘ zusammen.

Musik und Videoart – Eine Gruppe von Musikern ‚Al-Deb Al-Suri‘ (Der syrische Bär) veröffentlicht auf youtube seit 2011 Lieder im arabischen Stil, in welchen sie mit Ironie und Klartext die Realitäten der politischen Situation Syriens widerspiegeln. Diese Videos wurden den Zuschauern mit Übersetzungen auf einem Bildschirm als fester Bestandteil der Ausstellung zugänglich gemacht.

Partizipatorische Installationen -die Arbeiten der KünstlerInnengruppe wwz-kulturvertretung luden die Gäste der Ausstellung zum Austausch über Syrien und die Inhalte der Ausstellung ein.

Der Meeting Point – schuf einen Platz, um sich nach dem Besuch der Ausstellung mit der Thematik Syrien auseinanderzusetzen; die partizipatorischen Installationen und Informationsmaterialien luden zum Verweilen ein, hier ergaben sich Gespräche zwischen den Besuchern, den anwesenden Künstlern und Organisator/innen.